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1952 |
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Als alle Welt "O mein Papa" sang
und die Blue Jeans zur Eroberung der Alten Welt ansetzten, wurde die Reformatio
mit dem damaligen Untertitel "Zeitschrift für evangelische Kultur und
Politik" gegründet. Führender Kopf und erster Chefredaktor war Peter
Vogelsanger. Herausgegeben vom "Schweizerischen Evangelisch-kirchlichen
Verein", verfolgte die Publikation den Zweck, das Erbe des Protestantismus in
der Auseinandersetzung mit Zeitfragen wach zu halten. Die Monatszeitschrift war
ebenso bürgerlich und konservativ wie ökumenisch und umweltbewusst.
Kirchlich im engeren Sinn war die Reformatio von Anfang an nicht. In der
Herausgeberkommission engagierten sich Juristen, Journalisten, Mediziner und
Theologen. |
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1964 |
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Mitte der Sechzigerjahre endete
die Ära Vogelsanger. Die Reformatio änderte den Untertitel in
"Evangelische Zeitschrift für Kultur, Politik, Kirche". Die Verschiebung
des Adjektivs steht für ein folgenreiches Umdenken. Statt religiöse
Ansprüche geltend zu machen, stand die Reformatio nun für eine
dialogische Position. Sie entwickelte sich zur generalistischen
Kulturzeitschrift, in der kirchlich-theologische Themen in einem weiten
gesellschaftlichen Kontext behandelt wurden. Von 1964 bis 2007 erschienen in
jeder Ausgabe die "Notizen und Details" von Kurt Marti. |
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1984 |
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Im Orwell-Jahr bekam die
Reformatio nicht nur ein neues Erscheinungsbild, sondern auch ein stark
erweitertes und verjüngtes Redaktionsteam. Die alte Trägerschaft
hatte sich überlebt und wurde abgelöst durch den "Verein Reformatio",
der im Unterschied zum Vorgänger keine kirchenpolitischen Zwecke verfolgt.
Da die Reformatio seither nicht mehr das Organ einer einstmals recht grossen
Organisation ist, verfügt sie nicht mehr über garantierte finanzielle
Zuflüsse. Die notwendigen Förderbeiträge kommen von wechselnden
kirchlichen und kulturellen Subvenienten. 1984 ging die Reformatio vom
monatlichen zum zweimonatlichen Erscheinen über. Von 1985 an hiess der
Untertitel "Evangelische Zeitschrift für Kultur, Politik,
Kirche". |
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1990 |
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Beim erneuten Re-Design
unterstrichen Herausgeber und Redaktion den seit der Gründung sukzessive
vollzogenen Wandel mit einer Namensänderung. Der alte Untertitel wurde zum
Titel, wobei "ZeitSchrift" als Wortmarke auf die protestantische Schriftkultur
und deren intellektuelle Auseinandersetzung mit der jeweiligen Zeit anspielte.
Ausgeschrieben nannte sich die Publikation "ZeitSchrift für Kultur,
Politik, Kirche". Der alte Name Reformatio wurde in der Bezeichnung der
Trägerschaft und der Jahrgänge beibehalten. Im Sprachgebrauch liess
er sich - glücklicherweise - nicht verdrängen. |
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2002 |
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Anlass für die erneute
Veränderung war die bedrohlich gewordene Lage der Zeitschrift. Mit der
Rückkehr zum alten Namen betonten die Herausgeber die Kontinuität und
Eigenständigkeit der Reformatio. Der wieder zum Untertitel gewordene
vorherige Name erfuhr bei der Gelegenheit die bisher letzte Modifikation und
heisst seither "Zeitschrift für Kultur, Politik, Religion". Der Relaunch
ging zudem einher mit dem Wechsel zur vierteljährlichen Erscheinungsweise.
Ergänzend zum gedruckten Heft steht seither die Website zur
Verfügung. Sie weist sämtliche je in der Reformatio erschienenen
Artikel nach; diese können beim Sekretariat bezogen werden. Seit 2009
werden alle Artikel ins Web gestellt und im Volltext archiviert.
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© by Reformatio, Nachdruck nur
mit Genehmigung der Redaktion |